AUSLANDSERFAHRUNGEN


Costa Rica, Indien, Ghana, Pakistan und China - fünf Jugendliche erzählen von ihren Erfahrungen im Ausland.

VOLONTARIAT IN COSTA RICA
MARTINA KARL

1.Was für ein Projekt hast Du gemacht?

Ein Umweltschutzprojekt zur Rettung und Bewahrung von Meeresschildkröten im Dorf Matapalo in Costa Rica in Mittelamerika.

2. Wie und wo hast Du Dein Projekt gefunden?

Im Internet über den Verein "Grenzenlos" in Wien. Dieser arbeiet mit dem Verein ASVO vor Ort in Costa Rica zusammen.

3. Ist es wichtig, dass man die Sprache des Landes spricht?

Die Landessprache ist Spanisch. Die wichtigsten Ausdrücke bringen einen sehr viel weiter. Im Camp selber wurde jedoch hauptsächlich Englisch gesprochen. Aber ein paar Wörter Spanisch erleichtern das Leben dort schon und man hat auch die Möglichkeit mit "locals" zu sprechen.

4.Wie sah Dein typischer Tag aus?

Gemeinsames Frühstück, verschiedene Dienste wie "Beach cleaning" und/oder "House cleaning am Vormittag, gemeinsames Mittagessen, Freizeit, verschiedene Dienste am Nachmittag, Abendessen, Patrouille am Strand um nach Schildkröten zu suchen oder "Watch in the hatchery" (dort wo die Babies schlüpfen) um die kleinen Schildkröten dann ins Meer freizulassen, "hunde"müde ins Bett fallen.

5. Was hat Dir Dein Auslandsaufenthalt gebracht?

Er hat mir gezeigt, mit wie wenigen Mitteln ich eigentlich auskommen und gut leben kann. Außerdem habe ich neue, interessante Menschen kennengelernt und tolle Erfahrungen gemacht.

6. An welche Situation wirst Du Dich immer erinnern?

An meine erste Patrouille: Es war Vollmond und wir gingen am Strand entlang und da kam plötzlich eine Mutterschildkröte aus dem Meer. Wir verfolgten den gesamten Prozess der Eiablage und brachten die Eier dann in die sichere "hatchery", wo wir sie wieder vergraben haben, damit dann in etwa zwei Monaten die Babies schlüpfen konnten.

7. Was hat Dich am meisten beeindruckt?

Die Begeisterung der TeilnehmerInnen für eine Sache (nämlich Schildkröten); die Einfachheit des Lebens und das Eintauchen in eine andere Kultur. Außerdem war es wunderbar, direkt neben dem Meer zu wohnen.

8. Tipps für Menschen, die eine Zeit im Ausland verbringen möchten?

Sich gut übers Land informieren (Kultur, Klima, ...) und ev. auch die Sprache lernen, offen sein und auch mit "nicht so guten Tagen" rechnen.

9. Was war sonst noch interessant?

"Multi-Kulti" im Camp und das Reisen nach dem Projekt um das Land besser kennen zu lernen.

10. Drei Dinge, die man Deiner Meinung nach für einen Auslandsaufenthalt braucht?

Abenteuerlust, Respekt für andere Kulturen, etwas "Hausverstand", (und Geld ...)


VOLONTARIAT IN GHANA
ERIKA RIEGLER


1. Welche Projekte im Ausland hast du gemacht?

Ich arbeitete im Osu Children´s Home in Accra/Ghana


2. Wie und wo hast du dein Projekt gefunden?

Mir wurde das Projekt von der Organisation ICYE  zugeteilt – konnte es mir also nicht aussuchen


3. Ist es wichtig, dass man die Sprache des Landes beherrscht?

Neben den 47 Sprachen, die in Ghana gesprochen werden, ist Englisch die Amtssprache. Ich habe also die meiste Zeit Englisch gesprochen. Viele Ghaner freuen sich allerdings wenn du einige Sätze in ihrer Sprache sprechen kannst


4. Wie sah ein typischer Tag aus?

-Aufstehen um ca. 8 + Frühstücken
-Vormittag: Wäschewaschen, Lebensmittel einkaufen, zu Hause relaxen, im Art Center trommeln, diverse Sachen erledigen
-Mittagessen
-13:00 - 19:00 Arbeiten im Osu Childrens Home
-19:00 Abendessen
-Abend: Freunde treffen, am Strand chillen Fortgehen, ...


5. Was hat dir der Auslandsaufenthalt gebracht?

Erfahrung fürs Leben, sehe jetzt viele Dinge aus einer anderen/neuen Perspektive,


6. An welche Situation wirst du dich immer wieder erinnern?

An den ersten Versuch meine Wäsche händisch zu waschen. Alle Nachbarn sind gekommen und haben mich dabei ausgelacht

7. Was hat dich am meisten beeindruckt?

Die Lebensfreude der Menschen trotz ihrer oft schweren Lebenslage


8. Tipps für Menschen, die eine Zeit im Ausland verbringen möchten?

Gute Vorbereitung - informieren über bestimmte Regeln, Verbote, Kleidungsvorschriften (wurde einmal von einer älteren Dame darauf aufmerksam gemacht, dass meine kurze Hose die ich trug für Ghana zu freizügig ist), offen für Neues sein, ...


9. 3 Dinge, die man deiner Meinung nach für einen Auslandsaufenthalt braucht?

Richtige Einstellung, Geduld- vor allem in Ghana. Du musst immer und überall eine halbe Ewigkeit warten und ganz wichtig : Anti- Durchfall- Mittel



VOLONTARIAT IN VIJAYAWADA/INDIEN
2007/2008
KATHARINA KARL

1. Was für ein Projekt hast du gemacht?

Ich machte ein freiwillig soziales Jahr im indischen Bundesstaat Andhra Pradesh, genauer in der Stadt Vijayawada. Das Projekt, in dem ich, mit meiner Mitvolontärin Franziska gemeinsam, mithelfen durfte ist ein Drogenresozialisierungscamp und heißt Vimukthi („Vimukthi“ bedeutet „Befreit sein“). Dieses Projekt arbeitet je mit 30 Burschen im Alter zwischen 15 und 23 Jahren und hat zum Ziel, den Jugendlichen neue Perspektiven aufzuzeigen, sie an einen fixen Tagesablauf zu gewöhnen, die Burschen mit sozialem Zusammenleben innerhalb der Gruppe vertraut zu machen, ihnen den Umgang mit Verantwortung näher zu bringen und sie zu konkreten Zukunftsentscheidungen (Berufswahl) hinzuführen. Die Aufgabe von uns Volontärinnen war es, durch diesen Tagesablauf zu begleiten. Außerdem durften wir jeden Tag eine Stunde Englisch unterrichten, eine Volleyballgruppe übernehmen … (siehe Tagesablauf unten)


2. Wie und wo hast du dein Projekt gefunden?

Zu diesem Projekt kam ich über die Organisation „Jugend eine Welt – Don Bosco Aktion Österreich“ (www.jugendeinewelt.at), über die derartige Jahreseinsätze möglich sind. Übrigens können Burschen über Jugend eine Welt auch ihren Zivilersatzdienst im Ausland leisten. Hat man sich entschlossen, selbst ein freiwilliges soziales Jahr zu machen, sollte man sich die oben genannte HP gut durchlesen und sich über diese online bewerben. Anschließend wird man zu einem unverbindlichen Infotag der Organisation eingeladen, der detaillierte Infos geben soll und auch für Jugend eine Welt die Chance ist, alle BewerberInnen persönlich kennen zu lernen. Danach haben sowohl die Organisation als auch die BewerberInnen etwas Bedenkzeit, ob sie sich einen derartigen Einsatz tatsächlich vorstellen können. Sollte das der Fall sein, kann die Vorbereitungszeit beginnen!!!


3. Ist es wichtig, dass man die Sprache des Landes spricht?

Ja, unbedingt! Die Organisation Jugend eine Welt entsendet auch keine VolontärInnen, die der Landessprache nicht mächtig sind – zumindest der offiziellen Amtsprache. In meinem Fall war es zum Beispiel so, dass ich Englisch konnte, vor Ort aber Telugu gesprochen wurde. Natürlich verlangte niemand von mir, schon im Vorhinein Telugu zu beherrschen, ich merkte aber, wie schwierig es ist, sich zu verständigen, wenn jemand gar kein Englisch kann und man selbst Telugu nicht versteht – gerade weil man ja im Projekt tatkräftig mithelfen soll und oft auch für eine ganze Gruppe kleiner Kinder verantwortlich ist.


4. Wie war deine Zeit dort?

Sehr eindrucksreich!! Das Einsatzjahr war mit Abstand das bis jetzt intensivste Jahr meines Lebens! Allerdings ist Indien kein Einatzland, das nur unbeschwerte, schöne Seiten aufzuweisen hat. Im Gegenteil: Die ständige Konfrontation mit großer Armut, Krankheit, schwierigen Familiensituationen, Alkohol- und Drogenmissbrauch gehen einem oft sehr nahe, stimmen dich nachdenklich und belasten auch. Andererseits hab ich auch gerade in Indien Momente des Glücks, der Zufriedenheit, der Freude umso deutlicher erfahren dürfen. Ich habe mich in Indien sehr wohl gefühlt, es ist in diesem Jahr zu meiner zweiten Heimat geworden!


5. Wie sah ein typischer Tag aus?

6:00    Aufstehen
6:30    Morgensport
7:00    Reinigung von Haus und Hof
7:30    Duschen
8:00    Morgengebet für 3 Religionen
8:30    Frühstück
9:30    Unterricht (Lebensfragen, Aufklärung...)
11:00  Telugu- Klasse/ Englisch- Klasse
12:00    Gartenarbeit
13:00    Mittagessen 14:00    Zeit zum Wäsche waschen
15:00    Kreative Einheit (basteln, singen, spielen,...)
16:00    Volleyball/ Fußball/ Cricket
18:00    Teepause
18:15    Reinigung von Haus u. Hof
19:00    Tagesreflexion mit den Burschen
20:00    Abendessen
21:00    Abendprogramm (Musik, Tanzen)
22:00    GUTE NACHT !!


6. 3 Dinge, die man deiner Meinung nach für einen Auslandsaufenthalt in Indien braucht?

-Geduld
-Offenheit
-Anpassungsfähigkeit

7. Was hat dir dein Auslandsaufenthalt gebracht?

-Meine Liebe zu Indien und das Verständnis für die Leute, die dort leben, deren Lebensweise, Bräuche und Tradition.
-Das Wissen darum, das meinem Gegenüber seine Meinung/ Einstellung – und mag sie noch so unterschiedlich sein – mindestens genauso wertvoll ist wie mir die meine.
-„Anspruchswenigkeit“: Mein Einsatzjahr hat mich sehr nachdenklich gestimmt was Konsumverhalten und Luxusdenken betrifft. Ich denke, durch dieses Jahr zu einem bescheidenen Lebensstil gefunden zu haben.
-Mein Verantwortungsbewusstsein  wurde vor allem für die Kleinsten und Schwächsten in unserer Gesellschaft sensibilisiert. Durch das intensive Zusammenleben mit Kindern, die noch dazu geopolitisch am anderen Ende der Globalisierungsspirale sitzen, trage ich die Frage nach den Auswirkungen meines Handelns stets im Hinterkopf. Welche Konsequenzen entstehen also durch mein Handeln für Kinder, für alte Menschen aber auch für Leute, die in Ländern leben, die vom Weltmarkt momentan benachteiligt sind?

8. An welche Situation wirst du dich immer wieder erinnern?

Als wir für ein 6wöchiges Sommerlager zusätzlich zu unseren 30 Burschen über 70 Kleinkinder zu uns ins Projekt bekamen. Anfangs wussten wir gar nicht, was wir mit so vielen Leuten, noch dazu so unterschiedlichen  Alters alles machen sollen. Da fiel uns ein, eine Projektwoche zum Kinderbuch „Das Kleine Ich Bin Ich“ zu starten. Wir waren überrascht, wie gut dieses Projekt bei allen ankam. Die Kleinen waren von der Geschichte begeistert und für die älteren Jugendlichen aus unserem Projekt war der Hintergrund der Geschichte sehr relevant. Zum Abschluss bastelte dann jeder sein eigenes Ich bin ich, wir setzten alle fertigen Tierchen auf eine riesige Decke und machten ein Foto.  So viele Ich bin Ichs hatte ich noch NIE auf einem Haufen gesehen ;-) – das werd ich echt nie vergessen!!!

9. Was hat dich am meisten beeindruckt?

Die Fähigkeit der InderInnen, warten zu können!  Warten auf die Rückkehr von lieben Personen, warten auf den Regen, warten auf die eigene Lebensfreude, warten auf nicht kommen wollende Verkehrsmittel,  warten auf längst fällige Dienstleistungen etc. etc. – im Übrigen auch eine Fähigkeit, die am meisten Anpassung von meiner Seite her abverlangte!

Der unkomplizierte Lebensstil. Mit wie wenig Materiellem man eigentlich auskommen kann, was man alles nützlich verwerten kann ohne es wegwerfen zu müssen, wie unkompliziert und spontan sich riesige Veranstaltungen planen lassen.

10. Tipps für Menschen, die eine Zeit im Ausland verbringen möchten?

Eine gute Vorbereitung auf den Auslandseinsatz halte ich für das Um und Auf. Dabei soll es neben der Beschäftigung mit dem Einsatzland vor allem auch um Emotionale Belange gehen: Welche Ängste habe ich vor meinem Einsatz? Wen/ Was werde ich im Ausland vermissen? Was muss ich hier alles zurück lassen? Habe ich den Kopf frei, mich auf das Einsatzprojekt einzulassen, oder flüchte ich vor irgendetwas? Wie habe ich vor, mit zu Hause Kontakt zu halten . . .  . . Für die Beschäftigung mit dem geplanten Einsatz sollte man sich auf jeden Fall Zeit nehmen und ganz bewusst darüber nachdenken.

11. Was war sonst noch interessant? Was sollte man sich unbedingt dort ansehen?

Durch meine fixe Tätigkeit im Projekt, war es mir fast nicht möglich zu reisen. Indien zu erkunden muss aber zu den genialsten Dingen dieser Erde gehören!!
Zu besichtigen gibt es auch so einiges – berühmtestes Beispiel ist vermutlich das Taj Mahal. 


VOLONTARIAT IN GHANA
FRANZISKA RIEGLER

1. Welche Projekte im Ausland hast du gemacht?

Ich arbeitete in einer Privatschule (Ghana) mit. Meine Aufgaben in dieser waren sehr weitläufig, angefangen vom Frontalunterricht bis hin zur Organisation von Projekten (zB. Theater) mit den Schülern/innen in der Freizeit. 
 
2. Wie und wo hast du dein Projekt gefunden?

Die Organisation, in welcher ich Mitglied war, vermittelte mich zu diesem Projekt. Ich konnte zwar projektbezogene Wünsche äußern, jedoch erfuhr ich erst vor Ort meine tatsächliche Arbeit. 
 
3. Ist es wichtig, dass man die Sprache des Landes beherrscht?

Meiner Meinung nach ist es wichtig zumindest ein paar Brocken der Sprache zu beherrschen, da es ansonsten bei Problemen oder ähnlichem sehr schwierig werden kann . Außerdem denke ich, dass somit der Aufenthalt (besonders zu Beginn – meist etwas hart) etwas leichter fällt. Andererseits habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass Kommunikation ohne der verbalen Sprache, eine sehr schöne und beeindruckende sein kann.
 Es kommt natürlich auf die Intention des Aufenthalts an. Will man die Sprache des Landes erlernen und beherrscht diese nicht, lernt man diese (zwangsläufig)sehr schnell. 
 
4. Wie sah ein typischer Tag aus?

7:30 Aufstehen, Frühstücken
8:00 Assamble und anschließend Schulbeginn (Kinderanzahl kontrollieren, Plätze suchen, Schulübungen schreiben, lernen, …)
11:30 – 13:00 Pause
(mit Kindern toben, über Probleme sprechen, zuhören, für sie da sein, ...)
13:00 – 15:00 Unterricht (Hausübung ins Heft schreiben, schlafen, …)
15:00 – 17:00 Nach-hause-weg der Kinder (spielen, „Nachhilfe“ geben, relaxen, …)
ab ca. 17:00 Freizeit für mich (ich wohnte „in der Schule“), essen, in das Dorf gehen, Freunde treffen, Vorbereitungen fürn nächsten Tag, relaxen und was man sonst noch in der Freizeit so tut … 
 
5. Was hat dir der Auslandsaufenthalt gebracht?

Sehr viele neue Erfahrungen, Selbstvertrauen, eine andere Sicht auf die Welt, Freunde, Spaß, Traurigkeit, Gefühl des Gebrauchtwerdens, Mut, Zeit zum Nachdenken über das Leben, kritisches Denken, Anläße über Verhaltensmuster nachzudenken, … 
 
6. An welche Situation wirst du dich immer wieder erinnern?

Ich ging eine Straße entlang, als eine fremde Frau auf mich zukam. Sie hatte einen Säugling am Arm und bat mich das Kind mitzunehmen. Sie hielt es zu mir rüber und versuchte mit ein paar wenigen Wörtern Englisch zu erklären, dass es das Kind bei mir sicher besser haben würde.
 
7. Was hat dich am meisten beeindruckt?

Die Lebenseinstellung der Einheimischen.

8. Tipps für Menschen, die eine Zeit im Ausland verbringen möchten?

Zeige Selbstvertrauen, sei offen für Neues und lass dich darauf ein, eine fremde Kultur mitzuerleben. 
 
9. 3 Dinge, die man deiner Meinung nach für einen Auslandsaufenthalt braucht?

Selbstsicherheit, Bereitschaft Neues anzunehmen und deine Lieblingsmusik!


KATASTROPHENEINSATZ IN PAKISTAN UND CHINA
FLORIAN HOFER


1. Welche Projekte im Ausland hast du gemacht?

Zwei Katastrophenhilfseinsätze mit dem Roten Kreuz, nach Überflutungen in Süd Pakistan 07 und nach dem Verehrenden Erdbeben in China 08, wo wir mit Trinkwasseraufbereitungsanlagen Vorort waren um die betroffene Bevölkerung mit sauberem Wasser zu versorgen.
Anfang 2009 war ich einige Zeit im Sudan um dort gemeinsam mit dem Sudanesischen Roten Halbmond (dasselbe wie das Rote Kreuz, nur eben in muslimischen Ländern heißt es Halbmond) ein Projekt zur Katastrophenvorsorge zu betreuen und umzusetzen.
Auch das Ziel diese Projektes war die Wasserversorgung und Sanitärsituation der betroffenen Bevölkerung nach kleinern Katastrophen sicherzustellen.

2. Wie und wo hast du dein Projekt gefunden?

Ich bin nach meinem Zivildienst beim Roten Kreuz als Freiwilliger Mitarbeiter geblieben und habe so den Bereich der Katastrophenhilfe kennengelernt.
Nach einigen Ausbildungen im Bereich Trinkwasseraufbereitung und anderen Fortbildungen und Übungen bin ich nun ein Mitarbeiter einer speziellen Schnelleinsatz Gruppe die nach Naturkatastrophen Alarmiert werden kann und innerhalb von 72 std. an jedem Ort der Welt sauberes Wasser für die betroffene Bevölkerung produziert.
Wie z.B. gerade jetzt in Haiti.

3. Ist es wichtig, dass man die Sprache des Landes beherrscht?

Ich denke schon. Gerade wenn man seinen Auslandsaufenthalt länger plant sollte man sich auch mit der Sprache des jeweiligen Landes auseinandersetzen.
Für mich war das natürlich nicht möglich da meine Vorbereitungszeit oft nicht mal mehr als zwei Tage dauert und da ist es natürlich nicht möglich z.B. Chinesisch zu lernen.
Was ich aber immer gemacht habe war die notwendigsten Dinge wie Hallo od. Auf Wiedersehen zu lernen, da man so sehr leicht den Menschen eine Freude machen kann. Und für mich ist es auch ein Zeichen von Respekt gegenüber den Menschen sie in ihrer Muttersprache begrüßen zu können.

4. Wie sah ein typischer Tag aus?

Diese Frage ist sehr schwierig zu beantworten, denn man kann sich vorstellen dass  in einer Katastrophensituation ein riesiges Chaos herrscht.
Generell liegt unsere Aufgabe darin aus dreckigem Wasser sauberes zu machen.
Das natürlich rundherum sehr viele Dinge zu erledigen sind versteht sich von selbst.
Normalerweise sind wir ein Team von 5 – 6 Leuten in dem jeder einzelne die Aufgaben erfüllt die er am besten kann.
Wir Arbeiten solange wir müssen und das sieben Tage die Woche, denn auch am Wochenende brauchen die Menschen sauberes Wasser.

5. Was hat dir der Auslandsaufenthalt gebracht?

Sehr viele Erfahrungen die ich in mein normales Leben hier in Österreich sehr gut einbringen kann.Aber auch Einblicke die man bekommt wenn man in den ärmsten Ländern der Welt Menschen hilft die durch Überflutungen, Erdbeben od. Tsunamis fast alles verloren haben was sie je besessen haben auch ihre gesamte Familie.

6. An welche Situation wirst du dich immer wieder erinnern?

An die lachenden Kinder in einem kleinen Dorf in Pakistan mit denen wir Fußball gespielt haben.

7. Was hat dich am meisten beeindruckt?

Menschen näher kennenzulernen die eine andere Kultur eine andere Religion haben und am Ende draufzukommen das wir alle im selben Boot sitzen und das wir alle gleich sind.
Und das wir alle gut miteinander auskommen wenn jeder seinem Gegenüber den Respekt gibt den der andere verdient.

8. Tipps für Menschen, die eine Zeit im Ausland verbringen möchten?

Genießt es, lernt die Menschen und die Kulturen kennen und nutzt jede Chance die ihr bekommt so etwas zu machen. Denn das sind Erfahrungen die ihr nie wieder vergessen werdet.

9. 3 Dinge, die man deiner Meinung nach für einen Auslandsaufenthalt braucht?

Mut – denn es gehört schon einiges dazu seine Freunde und Familie zurückzulassen  und diese für einige Zeit nicht zu sehen.

Neugierde – Denn nur wer sich auf etwas neues einlassen kann und Interesse zeigt wird ein fremdes Land und dessen Menschen erst richtig kennenlernen.

Handtuch – Im Buch „Per Anhalter durch die Galaxis“ wird auch geraten immer ein
Handtuch bei sich zu haben =)

 

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