AUSLANDSERFAHRUNGEN


Jugendliche berichten über ihren Auslandsaufenthalt und über Erfahrungen, Einsichten, Erkenntnisse ...


MIRJAM HEIGL: BERUFSPRAKTIKUM IN INDIEN

Was für ein Projekt hast du gemacht?
Im Rahmen meiner Ausbildung am FH Campus Wien für Soziale Arbeit erhielt ich die Chance mein Berufspraktikum (15 Wochen) in Indien zu absolvieren. Ich war im JPSDP - John Paul Slum Development Project, in Puna (Indien). Dies ist ein Projekt im Bereich der Erwachsenenbildung und Gesundheitsvorsorge. Konkret heißt dies, dass Sexarbeiterinnen (Prostituierte) von SozialarbeiterInnen betreut werden in den Bereichen Empowerment (Hilfe zur Selbsthilfe), HIV-Untersuchungen und medizinische Betreuung. Meine Tätigkeiten waren die Begleitung von SozialarbeiterInnen bei ihren Gesprächen mit den Sexarbeiterinnen, erstellen der Homepage und Hilfestellungen in den anderen Projekten wie zum Beispiel im Kinderheim des Projektes.

Wie war deine Zeit dort?
Anfangs fiel es mir etwas schwer, die neue Umgebung, das Klima, die Kultur, die Menschen, die Sitten, die Essgewohnheiten ... das Leben in Indien zu verstehen und damit umgehen zu lernen, obwohl ich mich davor viel über das Land und dessen Kultur und was dazu gehört informiert habe. Dies dauerte ca. 3 Wochen und ab dann ging es mir echt gut dort, und ich wollte nicht mehr heim.

Was hat dir dein Aufenthalt in Indien gebracht?
Der Zusammenhang zwischen Arm und Reich wurde mir auf diverse Art und Weise bewusster gemacht als ich zuvor vermutet hätte und gelernt habe. Ich bekam einen Weitblick in Bezug auf andere Kulturen und speziell für das tägliche Leben in Indien. Ich wurde noch selbständiger und wuchs an den Herausforderungen des Lebens in Indien. Ich habe so viel gelernt, was ich oft nicht in Worte fassen kann oder selbst noch nicht realisiert habe. Dieser Aufenthalt wird mich noch lange prägen und begleiten und Wellen in meiner Persönlichkeit schlagen, was ich nicht geglaubt habe.

Tipps für Menschen, die eine Zeit im Ausland verbringen möchten:
Informiere dich über das Zielland und schaue was du dort gerne machen willst. Aber generell, spring über deinen eigenen Schatten und trau dich in die große weite Welt hinaus. Es kann passieren, dass sich auch Hindernisse in den Weg stellen, aber glaub mir, du wächst daran und es bringt dir was für dein Leben. Nutze jede Chance, die sich dir auftut und mach das Beste daraus, es lohnt sich =)

Wenn du genaueres wissen möchtest, findest du das gesamte Interview als PDF.


MICHI HÖFINGER ARBEITETE IN EINEM KINDERHEIM IN MTHATHA, SÜDAFRIKA.
Dort waren ungefähr 90 Kinder im Alter von 0 - 6 Jahren untergebracht. Ziel dieser NGO war es den Kindern einen kurzfristigen Aufenthalt zu ermöglichen und ihnen durch die Arbeit von SozialarbeiterInnen den Weg zurück in die Familie zu ermöglichen bzw. Pflege- bzw. Adoptivfamilien zu finden.

Wie war deine Zeit dort?
Ohne Übertreibung: Ich hatte so ziemlich jeden Gefühlszustand den man sich denken kann, angefangen von Euphorie bei der Ankunft, Verliebtheit in die Kinder, Fassungslosigkeit bei diversen Reisen (wunderschönes Land) bis zu Hass auf die Gesamtsituation, Traurigkeit bei Todesfällen und das Gefühl der Ohnmacht bei Gedanken an unsere ungerechte Welt. Alles in allem aber war das die beste Entscheidung, die ich je getroffen habe und ich würde es auf jeden Fall noch einmal tun.

Wie sah ein typischer Tag aus?
Es hat verschiedene Schichten und Orte gegeben wo ich eingeteilt war. Um es kurz zu fassen: In der Früh half ich beim Waschen und Anziehen, dann war das Morgengebet, anschließend gab es Frühstück und danach war etwas Zeit zum Spielen und nebenbei Zähne putzen. Um 10:00 Uhr gab es Teatime und die Kinder bekamen einen kleinen Snack, danach war wieder freie Zeit. Um 12:00 Uhr gab es Essen und danach ein Mittagsschläfchen. Um 15:00 Uhr gab es eine Frucht und um 18:00 Uhr war das Abendessen, mit anschließender Waschung der Kinder. Bei diesem Plan halfen wir Freiwilligen so gut es ging mit, sprich bei den Kleinen Windel wechseln, füttern, baden, ... Bei den Größeren, Essen austeilen, Zähne putzen und beim Duschen helfen. Aber am wichtigsten war unsere Aufgabe als Spielkamerad und als Organisator für die freie Zeit, was sehr schwierig war, da es so viele Kinder waren und du dich nicht wirklich mit ihnen verständigen konntest (sie sprachen nur Xhosa).

Was hat dich am meisten beeindruckt?
Die Geduld der Menschen, das war glaub ich das Wichtigste, was ich lernen konnte. Man wartet generell immer und für alles. Doch jeder ist gelassen und wartet in der Schlange bis er dran ist. Oft hab ich bis zu 8 Stunden im Krankenhaus verbracht, weil die Schlange  unendlich lang war. Doch manchmal war es dann nicht so lustig, vor allem wenn wir ein todkrankes Kind auf dem Schoß hatten und die Ärzte ihre Teatime (Nachmittagspause) hatten.

Tipps für Menschen, die eine Zeit im Ausland verbringen möchten?
Mut, alles andere ergibt sich. Doch man muss Mut haben und sich selbst überwinden um es zu machen. Egal ob du es bei einer Organisation machst oder wie ich selbst organisierst, man braucht  Mut den Schritt zu wagen. Informationen bekommt man leicht von Leuten, doch sich selbst dazu zu entscheiden ist das Schwierigste.

Wenn du genaueres wissen möchtest, findest du das gesamte Interview als PDF.


BERNADETTE WAGNER: AU-PAIR IN ENGLAND

Wie und wo hast du dein Projekt gefunden?
Auf der Internetplattform Au-Pair-World (www.aupair-world.net) habe ich mir mein Au-Pair-Profil angelegt und meine Suche gestartet und die perfekte Familie gefunden.

Ist es wichtig, dass man die Sprache des Landes beherrscht?
Ich persönlich bevorzuge es, in ein Land zu reisen und ein paar "Basics" der Sprache zu beherrschen. ABER, es geht auch offensichtlich ohne Grundkenntnisse. Eine Freundin, die aus Mexico kommt, konnte keinen einzigen Satz bilden oder ein englisches Wort (außer "hello", "how are you", "thank you, I am fine", ...) sprechen, als sie zu ihrer Familie ins Vereinigte Königreich kam. Durch ihren Aufenthalt hier konnte sie sich ein perfektes Englisch aneignen. - "Learning by doing".

3 Dinge, die man deiner Meinung nach für einen Auslandsaufenthalt braucht?
Courage, curiousness (for new culture and lifestyle) and a camera though I think the best memories only exist in our minds.

Was hat dich bisher am meisten beeindruckt?
Es ist beeindruckend, dass man innerhalb kürzester Zeit Menschen aus aller Welt kennen lernt, dass man sich sehr schnell an einen anderen "Lifestyle" gewöhnen könnte und dass man sprachlich extrem viel dazu lernen kann.

Wenn du genaueres wissen möchtest, findest du das gesamte Interview als PDF.


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